Sommermonate bringen viel Sonne und Wärme – ideal für Zucchini und Gurken, aber auch eine Herausforderung: Der Wasserbedarf steigt deutlich. Richtiges Gießen ist in dieser Zeit entscheidend für gesunde Pflanzen, eine gute Ernte und zur Vorbeugung von Krankheiten wie Fruchtfäule oder Mehltau.
Hier erfahren Sie, wann, wie oft und wie Sie Zucchini und Gurken gießen sollten, damit sie selbst an heißen Tagen gut gedeihen.
Zucchini – vielseitig, gesund und einfach im Anbau
Zucchini (Cucurbita pepo) gehören zur Familie der Kürbisgewächse und stammen ursprünglich aus Mittelamerika. Seit über 7000 Jahren werden sie dort kultiviert. In Europa sind sie nach der Entdeckung Amerikas schnell zu einem festen Bestandteil der Sommerküche geworden – dank ihres milden Geschmacks, der schnellen Wachstumszeit und der vielen Einsatzmöglichkeiten.
Zucchini enthalten viel Wasser, Ballaststoffe und wichtige Vitamine wie A, C und K. Auch Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium und Mangan sind reichlich vorhanden. Damit sind sie ideal für eine leichte Sommerkost – sie fördern die Verdauung, unterstützen die Flüssigkeitsversorgung und wirken entzündungshemmend.
Man kann sie gekocht, gebraten, roh oder als Teil von Saucen, Suppen und Gemüsegerichten genießen.
Pflege nach dem Pflanzen
Direkt nach dem Einpflanzen brauchen Zucchini viel Aufmerksamkeit, besonders in Bezug auf die Wasserversorgung. Gießen Sie die Pflanzen ein- bis zweimal pro Woche tiefgründig – bei großer Hitze auch häufiger. Der Boden sollte gleichmäßig feucht, aber nicht nass sein. Unregelmäßiges Gießen kann zu kleinen, unförmigen oder sogar bitter schmeckenden Früchten führen.
Sehr hilfreich ist das Mulchen – zum Beispiel mit Kokosmulch, Stroh oder getrocknetem Rasenschnitt. Die Mulchschicht schützt den Boden vor Austrocknung, unterdrückt Unkraut und verhindert, dass die Früchte direkten Bodenkontakt haben.
Achten Sie auch auf die Blattgesundheit: Entfernen Sie regelmäßig gelbe Blätter und düngen Sie bei Bedarf mit einem kaliumreichen organischen Dünger wie VEGiPOST Frucht. So bleibt die Pflanze vital und trägt zuverlässig über viele Wochen hinweg.

Gute und schlechte Beetnachbarn
Beim Pflanzen von Zucchini lohnt es sich, auch auf die Nachbarschaft im Beet zu achten. Andere Kürbisgewächse wie Gurken, Kürbisse oder Wassermelonen sind eher ungeeignet, da sie mit Zucchini um Platz, Nährstoffe und Licht konkurrieren. Auch Paprika und Rettich gelten als schlechte Nachbarn, da sie sich negativ auf den Geschmack und die Qualität der Zucchini auswirken können. Besonders ungünstig ist die Kombination mit Kartoffeln. In deren Nähe neigen Zucchini dazu, weich, brüchig oder sogar bitter zu werden.
Zucchini richtig gießen
Zucchini gehören zu den durstigsten Pflanzen im Garten – sie lieben Böden, die Feuchtigkeit gut speichern können. Staunässe vertragen sie allerdings gar nicht. Vermeiden Sie daher Standorte, an denen sich Wasser leicht staut. Gießen Sie regelmäßig, damit der Boden gleichmäßig feucht bleibt, besonders in heißen, trockenen Perioden. Dann ist das Risiko für Mehltau besonders hoch.
Wenn möglich, greifen Sie auf Regenwasser zurück – es enthält weniger Kalk als Leitungswasser und ist ideal, vor allem in Gegenden mit hartem Wasser.

Unser Tipp
Für eine gezielte Wasserversorgung der Wurzeln können Sie einen Ton- oder Kunststofftopf (ca. 1 Liter Volumen) eingraben und mit Wasser füllen – so wird die Pflanze langsam und tiefgründig bewässert.Um Wasserverluste zu vermeiden, decken Sie den Boden rund um die Pflanze mit Mulch ab und gießen Sie am besten frühmorgens oder abends, wenn die Temperaturen niedrig sind. So bleiben Ihre Kürbisse auch im Hochsommer gesund und kräftig.
Blätter und Triebe richtig zurückschneiden
Ein Rückschnitt ist bei Zucchini nicht zwingend erforderlich, denn sie tragen oft reichlich Früchte von selbst – wenn auch meist kleiner. Möchten Sie jedoch größere, kräftigere Zucchini ernten, lohnt es sich, einige Blätter und Seitentriebe zu entfernen. So konzentriert sich die Energie der Pflanze auf weniger, dafür hochwertigere Früchte. Da Zucchini oft sehr lange Ranken bilden, kann ein Rückschnitt zudem helfen, das Wachstum zu kontrollieren und kranke Pflanzenteile zu entfernen.
Verwenden Sie immer sauberes und scharfes Werkzeug, um Infektionen zu vermeiden und die Wunden klein zu halten. So bleibt die Pflanze gesund und der Rückschnitt ist sinnvoll.
Saatgut Zucchini ‚Black Beauty‘ – robust, ertragreich und ökologisch
Das Saatgut der grünen Zucchini Black Beauty bringt eine frühe, sehr ertragreiche Busch-Sorte hervor, die mit ihren gleichmäßig geformten, glänzend dunkelgrünen Früchten begeistert. Die Zucchini hat eine feine Schale und einen angenehm milden Geschmack. Die Jungpflanzen können ins Freiland gepflanzt werden, sobald keine Frostgefahr mehr besteht. Die erste Ernte ist etwa 50 Tage nach der Aussaat zu erwarten.
Warum Sie sich für das Bio-Saatgut der Zucchini ‚Black Beauty‘ entscheiden sollten:
Bio-Qualität – zertifiziertes Saatgut aus kontrolliert biologischem Anbau
Lokal angepasstes Saatgut – ideal für unsere klimatischen Bedingungen
Ausgezeichnete Keimfähigkeit
Unbehandeltes Saatgut – frei von chemischer Vorbehandlung
Keine Gentechnik (GMO-frei)
Die perfekte Wahl für alle, die gesunde, schmackhafte und nachhaltige Zucchini im eigenen Garten anbauen möchten.
Wussten Sie schon?
Längsrisse an den Früchten entstehen oft durch unregelmäßige Wasserversorgung – vor allem nach einer Trockenphase, wenn plötzlich viel Wasser gegeben wird. Die Zellen im Inneren wachsen schnell, doch die Haut kann nicht mithalten – die Frucht platzt.
Typische Probleme bei falscher Bewässerung
- Wachstumsstopp und kleine Früchte: Zucchini und Kürbisse haben flache Wurzeln und benötigen viel Wasser. Bei Trockenheit verlangsamt sich das Wachstum und die Früchte bleiben klein oder fallen sogar ab.
- Bitterer Geschmack: Ein Wassermangel kann die Bildung von Bitterstoffen (z. B. Cucurbitacine) fördern – dann sind die Früchte ungenießbar.
- Risse an den Früchten: Nach längerer Trockenheit können Früchte bei plötzlichem Wasserschub platzen. Solche Früchte verderben schneller und sind anfälliger für Krankheiten.
- Höheres Krankheitsrisiko: Trockenstress schwächt die Pflanze und macht sie anfälliger für Krankheiten wie Mehltau oder Fruchtfäule.
- Ungleichmäßige Reifung: Unregelmäßiges Gießen führt dazu, dass einige Früchte zu früh, andere zu spät reifen – das erschwert die Ernte und mindert die Qualität.

Wussten Sie schon?
In Dürreperioden wirft die Pflanze oft Blüten oder junge Früchte ab, um Wasser zu sparen – das verringert die Ernte deutlich.
Gurken – der erfrischende Klassiker im Sommergarten
Gurken (Cucumis sativus) stammen ursprünglich aus Indien, wo sie bereits vor über 3000 Jahren kultiviert wurden. Über das antike Griechenland und Rom gelangten sie nach Europa und sind heute ein fester Bestandteil der sommerlichen Küche. Sie zählen zu den ältesten kultivierten Gemüsepflanzen – und sind bis heute für ihren frischen Geschmack und ihre einfache Pflege geschätzt.
Mit über 95 % Wassergehalt gehören Gurken zu den hydratisierendsten Lebensmitteln überhaupt. Sie sind kalorienarm, enthalten Vitamin K, etwas Vitamin C, Kalium sowie wertvolle Antioxidantien. Gurken fördern die Verdauung, kühlen den Körper, unterstützen beim Entgiften und eignen sich hervorragend für eine leichte, gesunde Sommerernährung – ob roh, in Salaten, Säften, Aufstrichen oder eingelegt.

Regelmäßiges und tiefes Gießen
Nach dem Einpflanzen ist die richtige Wasserversorgung entscheidend. Gurken brauchen gleichmäßiges und tiefes Gießen – ihre Wurzeln reichen bis zu 60 cm in die Tiefe. Achten Sie darauf, dass das Wasser den Boden ausreichend durchdringt. Ideal sind wöchentlich etwa 10–15 Liter pro Quadratmeter, abhängig von Bodenbeschaffenheit und Wetterlage. In heißen, trockenen Perioden darf ruhig öfter und großzügiger gegossen werden.
Typische Probleme bei Wassermangel
Bittere Gurken durch Stress
Gurken, die unter Trockenstress leiden oder unregelmäßig gegossen werden, produzieren Bitterstoffe – sogenannte Cucurbitacine. Diese Stoffe entstehen in der Pflanze bei ungünstigen Bedingungen. Hohe Cucurbitacin-Werte können auch durch Kreuzbestäubung mit Wildarten oder durch Hitzestress auftreten. Für den Anbau im Hausgarten empfiehlt sich daher geprüftes Saatgut aus verlässlicher Quelle.
Unregelmäßige Fruchtformen
Wenn während des Wachstums nicht ausreichend und gleichmäßig gegossen wird, zeigen Gurken häufig ungewöhnliche Formen – sie sind gebogen, ungleichmäßig dick oder an einem Ende verengt. Diese Verformungen sind direkte Folgen unregelmäßiger Wasserzufuhr.
Hohle Früchte
Fehlt während der Blüte oder frühen Fruchtentwicklung Wasser, entstehen oft Gurken mit hohlem Inneren. Diese sind weniger haltbar und verlieren an Qualität.
Rissige Früchte durch Wasserschock
Wenn eine ausgetrocknete Pflanze plötzlich viel Wasser erhält, kann sie die Flüssigkeit zu schnell aufnehmen – die Folge: die Schale reißt. Rissige Früchte sind anfälliger für Fäulnis und Schädlinge.
Erhöhtes Risiko für Pilzkrankheiten
Gießt man ungezielt über die Blätter, entsteht dort Feuchtigkeit, die Pilzkrankheiten wie Mehltau begünstigt. Wichtig ist daher: Immer bodennah und möglichst in den Morgen- oder Abendstunden gießen.

Salatgurke ‚Marketmore‘ – robuste Sorte für Garten und Gewächshaus
Die Salatgurke Marketmore ist eine mittelfrühe Sorte mit dunkelgrünen, leicht gestreiften Früchten, die etwa 20 cm lang werden. Sie eignet sich hervorragend für den Anbau im Freiland oder im Gewächshaus. Die Pflanzen benötigen gut gedüngte Böden sowie reichlich Wärme und Wasser. Es wird empfohlen, die Gurken nur alle zwei bis drei Jahre auf derselben Beetfläche anzubauen.
Warum Sie das Bio-Saatgut der Salatgurke ‚Marketmore‘ wählen sollten:
Bio-Qualität – zertifiziertes Saatgut aus kontrolliert ökologischem Anbau
Standortangepasst – ideal für regionale Klimabedingungen
Hohe Keimfähigkeit
Unbehandeltes Saatgut – frei von chemischer Vorbehandlung
GMO-frei – keine genmanipulierten Organismen
Die perfekte Wahl für alle, die knackige, aromatische Gurken aus eigener Ernte genießen möchten.
Gießen von Gurken
Gurken brauchen viel Wasser – besonders während der Fruchtbildung. Gießen Sie ein- bis zweimal pro Woche gründlich, sodass die Erde feucht, aber nicht durchnässt bleibt. Eine Mulchschicht rund um die Pflanzen hilft dabei, die Feuchtigkeit im Boden zu halten und Unkraut zu unterdrücken.
Wenn Gurken jedoch zu viel Wasser bekommen, können ihre Wurzeln aufquellen und aufhören, Nährstoffe aufzunehmen. Die Folge: Die Früchte und Blätter beginnen sich gelb zu verfärben.
Düngung von Gurken
Gurken haben einen hohen Nährstoffbedarf. Düngen Sie sie am besten wöchentlich mit einem ausgewogenen, flüssigen Bio-Dünger für Fruchtgemüse, wie z. B. VEGiPOST Frucht.
Gurken zurückschneiden
Entfernen Sie regelmäßig die Triebspitzen, um das seitliche Wachstum und eine reichere Ernte zu fördern. Entfernen Sie außerdem alle abgestorbenen oder vergilbten Blätter, damit die Pflanze gesund bleibt.
Rankhilfe für Gurken
Wenn Sie Gurken an Rankhilfen ziehen, sorgen Sie für ein stabiles Gitter oder ein gutes Klettergerüst. Binden Sie die Triebe während des Wachstums vorsichtig an die Stütze an.
Sind Zucchini immer essbar?
Grundsätzlich sind Zucchini unbedenklich, doch in seltenen Fällen können sie hohe Mengen an Cucurbitacinen enthalten – das sind natürliche Bitterstoffe, die bei übermäßigem Verzehr gesundheitsschädlich sein können. Zwar müsste man eine große Menge davon essen, um ernsthaft krank zu werden, doch der bittere Geschmack ist meist so stark, dass man schnell stutzig wird.
Typische Symptome einer (sehr seltenen) Vergiftung sind Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Bauchkrämpfe. Da diese Stoffe durch Hitze nicht zerstört werden, ist es besonders wichtig, vor dem Kochen auf den Geschmack zu achten.
Wenn eine Zucchini oder Gurke bereits beim Anschneiden bitter riecht, werfen Sie sie am besten sofort weg. Dasselbe gilt, wenn der erste Bissen ungewöhnlich bitter schmeckt. Versuchen Sie nicht, durch Kochen oder Gewürze den Geschmack zu „retten“ – bitter ist ein Warnsignal.
Für den eigenen Anbau sollten Sie stets auf geprüftes Saatgut und vertrauenswürdige Jungpflanzen zurückgreifen. Solange die Früchte nicht bitter schmecken, sind sie unbedenklich und genießbar.

Zucchini und Gurken gehören im Sommer zu den durstigsten Gemüsepflanzen. Damit sie gesund bleiben und gute Früchte tragen, sollten Sie sie regelmäßig und tiefgründig gießen – am besten morgens oder abends, direkt an der Wurzel. Eine Mulchschicht hilft dabei, die Feuchtigkeit im Boden zu halten. Mit etwas Pflege bedanken sich Ihre Pflanzen mit einer reichen, saftigen und gesunden Ernte.






























