Was sich seit Langem bei Menschen und Tieren bewährt hat, wirkt auch im Garten: Homöopathische Mittel helfen Pflanzen, ihr Gleichgewicht wiederzufinden und lästige Schädlinge fernzuhalten. Und das ganz ohne schädliche Nebenwirkungen für die Umwelt.
Worin liegt der Hauptunterschied zwischen homöopathischen Pflanzenschutzmitteln, Pestiziden und natürlichen Mitteln, die demselben Zweck dienen?
Gehen wir der Reihe nach. Die Wirkung von Pestiziden beruht auf einer direkten chemischen Reaktion gegen die Pflanzenkrankheit oder den Schädling. Dabei wird jedoch die Umwelt geschädigt – inklusive Mensch. Nehmen wir Insektizide als Beispiel: Sie wirken über Nervengifte, die nicht nur für Schädlinge, sondern auch für andere Tiere, für den Menschen, der das Mittel ausbringt, und den, der die Ernte verzehrt, gefährlich sind. Die Rückstände reichern sich im Körper an.
Es gibt auch natürliche Mittel, die ebenfalls durch chemische Reaktion direkt auf Krankheitserreger oder Schädlinge wirken – sie sind nicht synthetisch hergestellt, sondern stammen aus Pflanzen. Manche Wirkmechanismen sind noch nicht vollständig erforscht, einige Stoffe können jedoch ebenfalls giftig sein.
Der natürliche Insektizid Pyrethrin wird beispielsweise aus der Dalmatinischen Insektenblume gewonnen. Auf Basis dieser Substanz wurde ein synthetisches Pendant entwickelt. Der Unterschied: Die natürliche Variante zerfällt im Sonnenlicht innerhalb von zwei Tagen, während die synthetische deutlich länger aktiv bleibt.
Die Hauptbesonderheit und der Vorteil eines homöopathischen Mittels ist, dass es nicht direkt auf den Erreger oder Schädling wirkt, sondern die Pflanze stärkt. Es handelt sich um einen ganzheitlichen Ansatz. Die Wirkung erfolgt nicht über chemische Substanzen, sondern über Energie. Der enthaltene Wirkstoff (manche davon sind in konzentrierter Form gefährlich) ist so stark verdünnt, dass er kaum messbar ist – dadurch beeinträchtigt er weder die Umwelt noch das ökologische Gleichgewicht.
Eine mit einem homöopathischen Mittel gegossene Pflanze wird durch die energetische Information gestärkt. In der Natur werden vor allem geschwächte Pflanzen von Schädlingen und Krankheiten befallen. Eine gestärkte Pflanze wird somit von Natur aus weniger häufig zum Ziel.
Wie wirksam sind agrohomöopathische Produkte im Vergleich zu Pflanzenschutzmitteln (Pestiziden)?
Versuche haben gezeigt, dass sich mit homöopathischen Präparaten im Durchschnitt 70 bis 80 Prozent der Pflanzenprobleme beheben lassen – ein Ergebnis, das mit klassischen Pflanzenschutzmitteln vergleichbar ist.
Insektizide, die zu den gefährlichsten Mitteln zählen, beseitigen bei sachgemäßer Anwendung 95 bis 100 Prozent der Schädlinge. Dabei muss man beachten, dass einzelne Pflanzen unterschiedlich auf homöopathische Mittel reagieren, abhängig von ihrem Gesundheitszustand. Im Allgemeinen sprechen vor allem junge Pflanzen besonders gut auf diese Mittel an.
Was bedeuten die Buchstaben- und Zahlenangaben auf homöopathischen Präparaten?
Die Energie eines homöopathischen Mittels wird durch sogenannte Potenzierungen angegeben:
D steht für eine Verdünnung im Verhältnis 1:10
C für eine Verdünnung von 1:100
M für 1:1000
Beispiel:
C1 bedeutet, 1 g Urtinktur wird mit 99 g Wasser verdünnt und verschüttelt. Für C2 nimmt man 1 g dieser C1-Lösung und verdünnt es erneut mit 99 g Wasser – und so weiter.
Je höher die Potenz (also C30, C100 usw.), desto stärker die Verdünnung – und desto höher die energetische Wirkung, auch wenn fast keine messbare Substanz mehr enthalten ist.
In der Pflanzenhomöopathie verwendet man meist niedrigere Potenzen ab etwa C15, da hier noch ein minimaler Anteil an Ursprungsstoff vorhanden ist.
Wie wird die Energie auf Pflanzen übertragen?
Homöopathische Mittel werden überwiegend über das Gießwasser verabreicht, nur in Ausnahmefällen über Blattspritzung.
Der einzige Pflanzenorgan, der die Energie und Spurenelemente der Lösung wirklich aufnehmen kann, sind die Wurzeln. Eine Blattapplikation wirkt ähnlich wie eine Infusion beim Menschen – kurzfristig wirksam, aber nicht natürlich.
Untersuchungen haben gezeigt, dass Gießen deutlich effektiver ist als Sprühen. Die Pflanze beginnt, die energetische Information innerhalb weniger Tage in ihre Organe zu integrieren.

Sind die Wirkmechanismen homöopathischer „Mittel“ bei Pflanzen mit denen beim Menschen vergleichbar?
Ja, das sind sie. Der Unterschied liegt in der Anwendung:
Während der Homöopath beim Menschen eine Anamnese erstellt und im Gespräch auf Beschwerden eingeht, muss man bei Pflanzen agronomische Gesetzmäßigkeiten kennen.
Pflanzenprobleme treten in bestimmten Bedingungen mit hoher Wahrscheinlichkeit auf – zum Beispiel ist bei einem feuchten Sommer die Gefahr groß, dass Tomaten von Krautfäule befallen werden.
Die Präparate, die wir entwickelt haben, berücksichtigen genau diese Zusammenhänge und basieren auf einer Kombination aktiver Substanzen, die wir als Urtinkturen bezeichnen. Die meisten homöopathischen Mittel decken ein breites Spektrum ähnlicher Probleme ab – auch deshalb, weil viele Hobbygärtner nicht immer genau unterscheiden können, worum es sich handelt.
Wie erklärt man jemandem, der rational verstehen will, wie homöopathische Mittel wirken?
Der zentrale Aspekt ist der energetische Impuls. Durch das Potenzierungsverfahren wird bei der Herstellung eines Präparats die Energie gemäß den Gesetzen der Quantenphysik verstärkt.
Diese Prinzipien wurden u. a. vom renommierten Zellbiologen Dr. Bruce Lipton erforscht, Autor von Intelligente Zellen und Spontane Evolution.
Stark vereinfacht: Der messbare Anteil (die Masse) der Substanz ist bei einem homöopathischen Mittel minimal. Entscheidend ist der energetische Teil – das heißt die Bewegung der Elektronen um Atomkerne. Wenn Elektronen ihre Orbitale wechseln, entsteht ein Photon – ein masseloses Teilchen mit energetischer Ladung.
Beim Potenzieren (Verdünnen und rhythmischen Verschütteln) nimmt die Masse der Urtinktur ab, die Energie jedoch zu. Je höher die Potenz, desto geringer ist die physische Substanz, aber desto stärker ist die energetische Wirkung.
Da die Masse kaum noch vorhanden ist, kann sie keinen Schaden mehr anrichten – es bleibt nur der Impuls, den wir über das Gießwasser auf die Pflanze übertragen.
Zum Vergleich: Auch Pestizide haben eine energetische Ladung – doch ihre chemische Reaktion ist so stark, dass sie diese zerstört.
Wie lange bleibt die Energie im Präparat erhalten und wie lange wirkt sie auf die Pflanzen?
Die Energie bleibt dauerhaft im unbenutzten Präparat erhalten. Sie geht nicht verloren, sondern „beruhigt“ sich – bis sie durch Schütteln der Flasche wieder aktiviert wird.
Dann wird eine bestimmte Menge in Wasser verdünnt und vermischt. Die Dauer der Wirkung auf Pflanzen hängt von der Potenz ab:
Niedrige Potenzen müssen wöchentlich angewendet werden
Unsere höheren Potenzen genügen 2–3 Anwendungen pro Saison:
Zu Beginn der Wachstumsperiode
Nach 14 Tagen
Eventuell ein drittes Mal im Verlauf
Regen hat keinen Einfluss auf die Wirkung. Der energetische Impuls bleibt nach Anwendung zwei bis drei Monate in der Pflanze aktiv.
Woraus bestehen homöopathische Mittel für Pflanzen?
Aus einer oder mehreren aktiven Substanzen, den sogenannten Urtinkturen, sowie einer Flüssigkeit zur Verdünnung – bei pflanzlichen Anwendungen ist das in der Regel Wasser.
Um eine Urtinktur aus Pflanzenteilen herzustellen, müssen diese zunächst extrahiert werden. Weitere verwendete Stoffe dienen ausschließlich der Stabilisierung der Lösung. Homöopathische Mittel für Pflanzen liegen ausschließlich in flüssiger Form vor.
Was ist beim Verschütteln wichtig?
Das Potenzieren erfolgt maschinell nach genau festgelegten Vorschriften. Entscheidend sind Frequenz, Druck, Vibrationen, Dauer und die dabei entstehende Energie. Nur so kann der energetische Impuls im Präparat optimal aktiviert werden.
Was wird üblicherweise als Urtinktur verwendet – bei Pflanzenkrankheiten und bei Schädlingen?
Meistens handelt es sich um Komplexe aus verschiedenen Urtinkturen, um ein möglichst breites Spektrum an Krankheiten und Wachstumsphasen der Pflanzen abzudecken.
Die Urtinkturen sind in der Regel Pflanzenextrakte, natürliche Mineralien, Metalle oder Mikronährstoffe.
Bei Schädlingen kommen Bestandteile ihrer natürlichen Feinde zum Einsatz.
Unterscheiden sich die Wirkmechanismen homöopathischer Mittel gegen Krankheiten und gegen Schädlinge?
Im Prinzip nicht im Wirkmechanismus, sondern im Zeitpunkt der Anwendung:
– Mittel gegen Krankheiten werden präventiv eingesetzt, da viele Krankheiten früh und oft unbemerkt auftreten.
– Bei Schädlingen wartet man besser, bis sie tatsächlich auftreten.
Ein Mittel ohne akuten Bedarf anzuwenden, kann dazu führen, dass der Effekt abgeschwächt wird oder verpufft.
Wie sind homöopathische Mittel für Pflanzen unterteilt?
Unsere Mittel gliedern sich in drei Hauptkategorien:
Allgemeine Pflanzenstärkungsmittel
Schädlings- und Krankheitsschutz
Spezielle Lösungen für besondere Situationen – z. B. beim Umtopfen, bei mechanischen Verletzungen oder zur Regulierung der Bodensäure.
Ein interessantes Detail: Diese pH-regulierenden Präparate verändern nicht den pH-Wert des gesamten Bodens, sondern ermöglichen es den feinen Wurzelhaaren, den pH-Wert in ihrer unmittelbaren Umgebung während der Nährstoffaufnahme gezielt anzupassen.
Wie wird mit der Anwendung begonnen?
Die erste Phase der Pflanzenpflege ist die Verwendung eines allgemeinen Stärkungsmittels.
Wenn das nicht ausreicht oder man mit einem wiederkehrenden Schädling oder einer bekannten Krankheit rechnet, greift man zu den speziellen Präparaten aus Gruppe zwei.
Soll ein Hobbygärtner eine erkrankte Pflanze einem Fachmann zeigen oder selbst über die Krankheit urteilen?
Bei typischen Pflanzenkrankheiten reicht es meist aus, ein dafür vorgesehenes Präparat anzuwenden.
In unklaren oder komplexeren Fällen empfiehlt sich jedoch eine Rücksprache mit einem Experten.
Homöopathische Präparate zielen darauf ab, Pflanzen vor Krankheiten, Schädlingen und äußeren Umwelteinflüssen zu schützen und sie zu stärken.
Wie werden agrohomöopathische Präparate getestet?
Da die wirksame Energie nicht messbar ist und die Konzentration der aktiven Substanz nahezu nicht nachweisbar, gilt in der Homöopathie Reproduzierbarkeit als entscheidendes Qualitätskriterium. Die Wirkung eines Mittels soll im Durchschnitt konstant sein.
Wir testen die Wirksamkeit direkt an Pflanzen – und optimieren dabei auch den besten Verschüttelungsprozess und die Potenz. Die Versuche erfolgen in Zusammenarbeit mit der Biotechnischen Fakultät in Ljubljana.
Ein Beispiel:
Beim Test eines homöopathischen Mittels gegen Nacktschnecken wurden junge Salatpflanzen in einem geschlossenen Raum beobachtet.
– Ein Salatbeet wurde mit dem Mittel gegossen, das andere nicht.
– Zwei Tage nach der Anwendung wurden Schnecken in den Raum gesetzt.
– Sie fraßen zuerst den unbehandelten Salat vollständig, die behandelten Pflanzen blieben unberührt.
– Erst am dritten Tag wurde etwa die Hälfte der behandelten Pflanzen angefressen – bekanntlich verhungern Schnecken sehr schnell, wenn sie keine Nahrung aufnehmen.
– In einem anderen Versuch, bei dem die Schnecken einen Ausweg hatten, mieden sie die behandelten Beete und wanderten weiter, nachdem der unbehandelte Salat aufgebraucht war.
Seit wann werden homöopathische Mittel für Pflanzen verwendet und wie vergleichbar sind die verfügbaren Produkte?
Interessanterweise waren die ersten Agrohomöopathen medizinische Homöopathen.
Das Unternehmen Biplantol begann bereits vor rund 25 Jahren mit der Herstellung solcher Produkte – überwiegend für den professionellen Einsatz, der genauere Pflanzenkenntnisse voraussetzt.
Auch das deutsche Unternehmen Neudorff ist auf diesem Gebiet aktiv.
Als wir uns mit Pflanzenhomöopathie beschäftigten, arbeiteten wir mit zwei international renommierten Pionieren zusammen:
– Vaikunthanath das Kaviraj (Australien)
– Dr. Christiane Maute (Deutschland)
Beide sind ausgebildete Ärzte und führende Figuren der Agrohomöopathie.
Ziel war es, ihr Wissen und die Erfahrungen aus den ersten agrohomöopathischen Schulen in der Schweiz mit agrarwissenschaftlichen Grundlagen zu verbinden.
Im Gegensatz zu anderen Herstellern entwickelten wir kombinierte Präparate, während viele Anbieter pflanzenspezifische oder stark differenzierte Einzelmittel anbieten – hauptsächlich für professionelle Nutzer.
Auch in Slowenien ist Majda Ortan für ihre agrohomöopathische Arbeit bekannt.
Ein Teil unserer Entwicklung konzentriert sich zudem auf Lösungen für professionelle Gemüsebauern, insbesondere bei Kulturen wie Kohl und Salat, die in bestimmten Wachstumsphasen mit spezifischen Problemen konfrontiert sind.
Wo ist die Anwendung von Agrohomöopathie am weitesten verbreitet?
Agrohomöopathie ist besonders weit verbreitet unter ökologischen Landwirten in der Schweiz, Deutschland und Österreich.
Auch in Skandinavien gewinnt sie zunehmend an Bedeutung, und in Australien sowie Südamerika ist man auf diesem Gebiet ebenfalls sehr fortgeschritten.
Auch biodynamische Betriebe betonen die Bedeutung des Potenzierens (Verschüttelns) ihrer Präparate und sprechen dabei von homöopathischen Prinzipien.

Sind heutige agrohomöopathische Präparate mit biodynamischen vergleichbar?
Rudolf Steiner, der Begründer der Biodynamik, stützte sich bei seinen Prinzipien auf die Grundlagen der Homöopathie.
Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass die Biodynamik nur einen Teilbereich der klassischen Homöopathie nutzt – nämlich das von Samuel Hahnemann aufgestellte Prinzip: „Ähnliches mit Ähnlichem behandeln“.
Die Agrohomöopathie hingegen arbeitet mit einem viel breiteren Spektrum an Essenzen.
Wie ist das Zulassungsverfahren für agrohomöopathische Präparate geregelt?
Innerhalb der EU gelten agrohomöopathische Mittel als Produkte zur allgemeinen Verwendung bzw. als Pflanzenstärkungsmittel.
Da sie keine messbaren Wirkstoffe enthalten, können sie nicht als Pflanzenschutzmittel im klassischen Sinne registriert werden.
Die verwendeten Essenzen bzw. Urtinkturen bestehen aus Pflanzenextrakten, natürlichen Mineralien, Metallen und Mikronährstoffen – bei schädlingsbezogenen Präparaten auch aus Bestandteilen natürlicher Feinde der Schädlinge.























